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Humboldt-Armbanduhr.

Moderne Interpretation eines historischen Vorbilds. Exklusiv bei uns!

Ø 4,2 cm, 3 Uhrwerke (Seiko), 2 Kronen (für Stunden- und Minutenzeiger), vergoldetes Metallgehäuse, Mineralglas, braunes Echtlederarmband, 3 ATM wasserdicht, limitiert auf 999 Ex., auf der Rückseite gravierte Nummerierung.

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Versand-Nr. 1309978
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Tb. = Taschenbuch; Sonderausgabe = Ausstattung einfacher, evtl. Vergleichspreis nennt die gebundene Ausgabe


Die Geschichte der mechanischen Uhr beginnt im europäischen Mittelalter mit mächtigen, gewichtsbetriebenen Turmuhren an Rathäusern und Kirchen. Sie teilten mit ihrem Stundenschlag die Tagesabläufe ein. Die komplexen Apparate zählten oft nicht nur die Stunden, sondern demonstrierten die göttliche Schöpfung als Ganzes, indem sie beispielsweise in technisch aufwendigen Verfahren zusätzlich den Lauf der Gestirne anzeigten. Mit der Erfindung der Aufzugsfeder wurde es ab dem 16. Jahrhundert möglich, wesentlich kleinere Uhren zu bauen, die vor allem als Tischuhren oder als tragbare Taschenuhren in den privaten Bereich Einzug hielten. Oft schmückten kostbar verzierte Gehäuse das wertvolle Uhrwerk, obwohl diese Uhren aus technischen Gründen noch nicht sehr genau gingen. Erst durch die Erfindung des Pendels im 17. Jahrhundert, wurden Uhren zu wahren Präzisionsinstrumenten. Durch die Verkleinerung der technischen Komponenten und durch bessere Materialien und Fertigungstechniken wurden auch Taschenuhren letztlich ab dem späten 17. Jahrhundert zu repräsentativen und kostbaren Schmuckstücken. Diese Preziosen waren sehr populär und wandelten sich ab dem frühen 19. Jahrhundert zu reinsten Präzisionsuhren. Die sich immer mehr spezialisierende naturwissenschaftliche Forschung war hierbei zusätzlicher Impulsgeber, um zuverlässigere Zeitmesser und anderweitige Messinstrumente herzustellen. Dabei spielt in der Geschichte der deutschen Präzisionsuhrmacherei Dresden eine herausragende Rolle. Ein Mann prägte dieses Gewerbe maßgeblich und machte die Stadt auch überregional bekannt: Johann Heinrich Seyffert (1751-1817). Seyffert war als Uhrenmacher Autodidakt und stellt somit eine absolute Ausnahmeerscheinung im Präzisionsuhrenbau dar. Er fertigte Taschenchronometer, Reisependulen für die Längengradbestimmung und Bodenstanduhren. Insgesamt baute Seyffert rund 120 Uhren. Er war seit 1801 Inspektor des Mathematisch-Physikalischen Salons und war einer der Ersten, der den Begriff Chronometer für Taschenuhren verwendete. Um eine möglichst exakt funktionierende tragbare Uhr bauen zu können, studierte Seyffert entsprechende Taschenuhren aus England. Die englische und auch die französische Uhrmacherei war zu diesem Zeitpunkt bereits hochspezialisiert u.a. durch weitreichende Arbeitsteilung in der Fertigung. Der Erfolg in der Präzisionsuhrmacherei wird vom technischen Wissen und von der Organisation in der Fertigung bestimmt. Für Seyffert sind diese Verhältnisse bislang noch nicht abschließend geklärt. Dass der Uhrenmacher sich zu diesem Zeitpunkt bereits einen Namen machen konnte, hängt vor allem mit den damals bestehenden persönlichen Netzwerken der führenden Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Naturforschung zusammen. So war es fast zwangsläufig, dass kein Geringerer als der große Universalgelehrte Alexander von Humboldt (1769-1859) die von Seyffert mit »Chronometer 1« bezeichnete Taschenuhr benutzte. Dieses Chronometer war die erste präzise Taschenuhr, welche im deutschen Sprachraum überhaupt gefertigt wurde. Es ist außerordentlich bedeutend, dass der Forschungsreisende auf seiner legendären Südamerika Expedition, zu der er 1799 aufbrach, die von Seyffert hergestellte Uhr mitnahm. Insgesamt befanden sich in seinem Gepäck wohl rund fünfzig Messinstrumente. Der bedeutende Naturforscher verfügte selbst über den Kontakt nach Dresden. Humboldt war einer der bedeutendsten Gelehrten des 19. Jahrhunderts und seine unbändige Neugier und sein Forscherdrang galten fast allen Gebieten der Naturwissenschaften. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen »Ansichten der Natur« (1808), »Reise in die Äquinoktial-Gegenden des Neuen Kontinents« (1814-1831) sowie der »Kosmos« in fünf Bänden (1845-1862). Humboldt war sich der epochalen Bedeutung seiner Lateinamerika-Reise bewusst und schrieb: »Welch ein Glück ist mir eröffnet! Mir schwindelt der Kopf vor Freude. Der Mensch muss das Gute und Große wollen. Das Übrige hängt vom Schicksal ab.« Präzisionsuhren besaßen für Humboldt und seine forschenden Zeitgenossen einen ganz besonderen Stellenwert, wie das von Seyffert gefertigte Exemplar eindrücklich beweist. Die getrennten Ziffernringe für Stunde, Minute und Sekunde sind bei dieser Uhr in einem Dreieck angeordnet und bezeichnen ein sogenanntes »Regulator-Zifferblatt«. Dadurch werden höchste Ansprüche an Präzision und Handhabe ausgedrückt. Auch bei schlechten Lichtverhältnissen konnten auf diese Weise die Anzeigen gut abgelesen werden. Durch die exakt abzulesende Uhrzeit konnte Humboldt ferner seinen genauen Standort bestimmen. Denn Hauptziel und Zweck dieser sehr genauen Uhr bestand darin, die Bestimmung der geografischen Länge vorzunehmen. Die Uhr musste hierbei die Zeit des Ausgangsortes bewahren, dann wurde die Ortszeit des jeweiligen Aufenthaltsortes mit der Ausgangszeit verglichen und so konnte durch die ermittelte Differenz die geografische Länge errechnet werden. Mit diesem Chronometer konnten demzufolge nicht nur genaue Zeitangaben gemacht werden, sondern es wurden zudem die jeweiligen Längengrade in einem ausgeklügelten Verfahren bestimmt. Für Humboldt war dies das ideale Präzisionsinstrument, um die Welt detailliert zu kartographieren. Die hier vorliegende hochwertige Replik wurde nach dem berühmten historischen Vorbild gefertigt und zeichnet sich durch zahlreiche auserlesene Details aus. Um die Aufteilung des Zifferblattes mit den drei getrennt positionierten Zeigern zu gewährleisten, enthält die Uhr drei Seiko-Uhrwerke, die mit jeweils einer Batterie (Laufzeit je 3 Jahre) betrieben werden. Die Uhr verfügt über zwei Kronen für den Stunden- wie für den Minutenzeiger. Das Metallgehäuse ist vergoldet und die Uhr mit einem Mineralglas ausgestattet, das bis 3 ATM wasserdicht ist. Auf der Rückseite der Uhr ist eine individuelle Nummer graviert, die die Limitierung von 999 Exemplaren angibt. Mit dieser fantastischen Uhr haben Sie eine wundervolle Replik zur Hand, welche die große wissenschaftliche Bedeutung dieser Präzisionsuhr in die heutige Zeit transportiert.
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