Tiefe, dunkle Früchte (Brombeere und schwarze Kirsche) prägen das Bouquet, unterstützt von Anis und einer feinen Erdigkeit. Am Gaumen zunächst würzig-erdig, dann entfalten sich kandierte Veilchen und etwas schwarzer Tee. Feine Tannine tragen in einen langen, dunkelfruchtigen Abgang. Überraschend intensiv und zugleich elegant und fein. Ein Spätburgunder in klassisch deutscher Stilistik mit viel Holz und deutlicher Röstung, die sich aber angenehm in das große Ganze einbindet. »Säure und Tanningerüst wirken harmonisch« (Jurorin Stephanie Döring), die reife, teils getrocknet wirkende Frucht wird durch einen »Hauch von Kirsch-Lambic« (Christoph Raffelt) beflügelt. »Eine sehr lebendige, eigenständige Struktur, die animiert und strahlt, ohne vom Holz überladen zu wirken«, merkt Verkosterin Nancy Großmann an. (*Alle Ergebnisse des FEINSCHMECKER Spätburgunder Cups 2026 unter https://www.feinschmecker.de/wein/spaetburgunder-cup-2026)