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Weinlagerung: Weinregale, Stapelkisten & Co
Praktische Tipps für die Lagerung Ihrer guten Tropfen - Lagerung: Keller, Klima- oder Lagerschrank?
Nicht optimal, allerdings auch nicht allzu misslich - die entsprechenden Geräte sind mittlerweile recht erschwinglich geworden... Die empfohlene Temperatur zur Lagerung Ihrer Weine liegt zwischen 8 und 10 °C. Wichtig ist, dass keine größeren Schwankungen auftreten, die Temperatur also möglichst konstant bleibt. In den meisten Wohnungen trifft das im Grunde genommen nur auf das Schlafzimmer zu. Ideal ist das freilich nicht: Wein kann hier lediglich ein paar Wochen, bestenfalls wenige Monate zwischenlagern. - Stehend? Liegend?
Das sind Fragen, die sich bisher nicht abschließend beantworten lassen. Stehend lagern von je her süße, gespritete Weine wie Port oder Sherry (der Kork sitzt nie ganz dicht, der Zucker ist eher aggressiv) sowie Schaumweine mit Korken. Wie gestaltet sich die Lagerung bei herkömmlichen Weiß- oder Rotweinen? Zwar besagt der Zwischenbericht einer Studie des Forschungsinstituts in Geisheim, dass bei einer stehenden Lagerung der Flaschen - anders als gerne behauptet - ein Austrocknen der Korken nicht stattfindet. Im Gegenteil: Auch bei stehenden Flaschen nähme der Kork während der Lagerung Wein auf. Die gesättigte Atmosphäre im Leerraum ermögliche dies ohne weiteres. Dazu kommt, dass eine stehende Lagerung deutliche Vorteile haben kann. So sind zum Beispiel die Weinverluste während der Lagerung zum Teil wesentlich geringer und damit auch die Flasche sauberer. Allerdings, und so ließe sich die Hauptaussage der Studie formulieren, ist es letzlich gleichgültig, ob stehend oder liegend gelagert wird, von größter Wichtigkeit ist: - Weine sollten kühl lagern!
Konstantes Klima heißt das Gebot der Stunde - und der nächsten Jahre. Setzen Sie Ihre Weine möglichst keinen Temperaturschwankungen aus, denn Wein ist verderblich und hält sich am besten in kühler Umgebung. Idealerweise um 11 Grad, und dies so konstant wie möglich. Temperatur- wie auch Feuchtigkeitsschwankungen setzen dem Korken zu, er dehnt sich aus, zieht sich zusammen und saugt so Luft in die Flasche. Je häufiger dadurch neuer Sauerstoff an den Wein gelangt, desto schneller oxidiert und altert er. Auch die Belüftung und die Luftfeuchtigkeit sollten dringend konstant gehalten werden. So in Ihrem Keller nicht nur der Wein, sondern auch organische Stoffe wie Obst und Gemüse lagern, sollte für zusätzliche Belüftung dringend gesorgt werden. Andererseits kann gerade ein moderner, zum Weinlagerraum umfunktionierter Keller, der die richtige umd damit eine konstante Temperatur aufweist, durchaus zu trocken sein. Zu trockene Luft aber setzt dem Korken in der Flasche zu, er wird von außen hart und schrumpft, sodass Sauerstoff an den Wein gelangen und diesen nach und nach zerstören kann. Ist die Luft zu feucht, entsteht Kondenswasser, das der Schimmelbildung am Kork Vorschub leistet und den Wein nach Moder riechen lässt. Idealerweise liegt die Luftfeuchtigkeit bei ca 75 %. - Weine möglichst dunkel lagern!
Schützen Sie darüber hinaus die Flaschen vor Lichteinfluss. Schaumweinproduzenten fürchten z.B. den sog. coup de lumiére oder "Lichtschlag" wie der Winzer die Reblaus. Schon zwei Tage in einem hell beleuchteten Keller, wahlweise Regal genügen, um in einer Flasche den fatalen "Lichtgeschmack" zu entwickeln. Ein ausgesprochen unschöner Geruch ist die Folge: Sauerkraut, faule Eier, überreifer Käse - es stinkt so, wie es sicht liest. Maßnahmen zur Abhilfe: Verwenden Sie lichtundurchlässige Verpackungen (Papier oder Karton) oder - deutlich aufwendiger - füllen Sie die flüssigen Schätze in dunkle Flaschen oder Weißglasflaschen um, deren Glas durch Zugabe von Vanadiumpentaoxid für UV-Strahlen undurchlässig gemacht wurde. - Richtiges Lagern - Monate und Jahre
Nicht jeder Wein wird mit zunehmenden Alter besser. Die optimale Lagerdauer hängt von Rebsorte, Jahrgang und der Ausbaumethode ab. Die Haltbarkeit eines Weines hängt unter anderem von der Konzentration des Alkoholgehalts, der Süße respektive der Säure des jeweiligen Weines ab. Weine mit nur wenig Gerbstoff und geringem Alkoholgehalt - leichte Weiß- oder Rotweine und viele Rosés - sollten etwa innerhalb von drei Jahren getrunken werden. Nur hochwertige, gerbstoffhaltige Rotweine wie etwa Barolo, Brunello di Montalcino, Côte Rôtie und andere Weine von der Rhône, teure Bordeaux, große Burgunder und die Schwergewichte von der Rioja, der Ribera del Duero und dem Priorat brauchen häufig zehn, manchmal 25 Jahre oder sogar länger, um ihren Zenit zu erreichen. Und vergessen Sie die Weißweine nicht! Hochwertige Kreszenzen wie manch ein weißer Burgunder, deutsche und österrichische Rieslinge entfalten sich zu voller Blüte nach bis zu 20 Jahren, edelsüße Spezialitäten wie Tokajer Sauternes, Beeren- und Trockenbeerenauslesen erreichen gut und gerne ein Alter von 40, 50 Jahren und mehr.
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